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Wer viele verschiedene Tabletten einnimmt, muss auf mögliche Wechselwirkungen mit Lebensmittel achten.
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Symbolbild


Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, weiß, dass es einiges zu beachten gibt: die Dosierung, der Einnahmezeitpunkt. Aber es kann auch zu Wechselwirkungen mit Lebensmitteln kommen.

Medikamente sollten am besten mit Leitungswasser eingenommen werden. Warum ist das eigentlich so? Mineralwasser enthält oft große Mengen Kalzium. Eigentlich eine gute Sache, da es den Körper zusätzlich mit dem Mineralstoff versorgt. Doch mit manchen Arzneistoffen kann Kalzium eine Verbindung eingehen, sodass sie nicht mehr so gut aufgenommen werden. Das gilt vor allem für bestimmte Osteoporose- oder Schilddrüsen-Präparate.

Nehmen Sie Ihre Medikamente also am besten mit Leitungs- oder Tafelwasser ein. Alternativ können Sie nach der Einnahme von Medikamenten zwei Stunden warten, bis Sie wieder Mineralwasser trinken – dann sind Sie auf der sicheren Seite. Beachten Sie auch die Packungsbeilage Ihrer Medikamente oder kommen Sie bei Unklarheiten gerne zu uns in Ihre Apotheke. Wir beraten Sie gerne.

7 Wechselwirkungen

Diese Lebens- und Genussmittel können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Darauf sollten Sie achten:

Vitamin-K-Antagonisten senken das Risiko für Blutgerinnsel und Schlaganfälle. Wer sie einnimmt, sollte grünes Gemüse wie Spinat, Brokkoli oder Rosenkohl oder grüne Salate nur in Maßen essen. Sie enthalten reichlich Vitamin K, das die Wirkung der Medikamente herabsetzt und damit die Blutungsneigung verstärken kann. Außerdem sollte regelmäßig der Blutgerinnungswert überprüft werden.
Milchprodukte wie Quark und Käse enthalten Kalzium, das die Wirkung vieler Medikamente mindert. Manche Antibiotika sollen nicht zeitgleich mit Milchprodukten eingenommen werden, weil sie in Verbindung mit Kalzium ihre Wirkung verlieren können.

Wer bei Osteoporose Bisphosphonate einnimmt, sollte mindestens zwei Stunden vor und vier Stunden nach der Mahlzeit auf kalziumhaltige Lebensmittel verzichten. Denn Bisphoshonate werden vom Körper nur schlecht aufgenommen. Zusammen mit Kalzium bilden sie einen schwer löslichen Komplex, der fast gar nicht mehr im Körper ankommt.
Wer Medikamente einnimmt, sollte prinzipiell auf Grapefruit und Grapefruitsaft verzichten. Grapefruit hemmt ein Enzym, das im Körper Medikamente für den Organismus verwertbar macht. Dadurch kann sich die Wirkung der Medikamente sowohl verstärken als auch abschwächen. Vor allem bei der Einnahme von Blutdruck- und Cholesterinsenkern, Schlafmitteln und Medikamenten gegen Erektionsstörungen ist mit Wechselwirkungen zu rechnen.
Koffein erhöht den Blutdruck. Diese Wirkung kann sich durch manche Antibiotika verstärken, weil der Körper durch das Medikament das Koffein schlechter abbaut. Um Herzrasen und Schlafstörungen zu vermeiden, ist es ratsam, keine koffeinhaltigen Getränke zu trinken. Also besser auf Kaffee, Cola, Schwarz-, Grün- und Matetee sowie Energydrinks verzichten.
Schwarztee enthält Gerbstoffe, die die Aufnahme vieler Medikamente verlangsamen. Werden Psychopharmaka wie Antidepressiva regelmäßig eingenommen, sollte auf gerbstoffhaltige Getränke ganz verzichtet werden. Auch bei der Einnahme von Eisenpräparaten ist auf solche Getränke zu verzichten. Denn die Gerbstoffe binden sich fest an das Eisen, das dann vom Körper nicht mehr aufgenommen werden kann. Es wird aber wieder ausgeschieden, statt in den Blutkreislauf zu gelangen.
Medikamente sollten niemals mit Alkohol eingenommen werden. Denn viele Wirkstoffe in Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Antidepressiva oder Psychopharmaka haben eine dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Mit Alkohol verstärkt sich die Wirkung und kann zu Atem- oder Herzstillstand führen. Außerdem verändert Alkohol den Stoffwechsel, sodass die Wirkstoffe vieler Medikamente langsamer abgebaut werden.

Den Überblick behalten

Mit einem Medikationsplan behalten Sie den Überblick über die Einnahme und Dosierung Ihrer Medikamente. Wir aktualisieren ihn gerne, in Ihrer Apotheke wenn Sie ein neues Medikament erhalten.

Georgios Liabotis,

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1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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